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ZIT 08 plus: Neue Maßnahmen im Rahmen der

Wiener Technologie- und Innovationsförderung
Das ZIT Zentrum für Innovation und Technologie
hat eine neue Richtlinie für die Wiener Technologie- und Innovationsförderung
ausgearbeitet. Ihre Schwerpunkte liegen einerseits auf der Unterstützung
von Forschung und Entwicklung, andererseits auch auf dem Bereich Innovation.
Letzteres stellt eine klare Ausweitung des Portfolios und der Zielgruppe
des ZIT gegenüber der Vergangenheit dar. Wiener Unternehmen sollen
bei ihren Innovationsanstrengungen verstärkt unterstützt werden, mit
dem Ziel, die Innovationsorientierung und damit die Wettbewerbsfähigkeit
nachhaltig zu verstärken.
Wesentliches Merkmal der neuen Richtlinie, die mit 1. Januar 2008 Gültigkeit
erlangt hat und somit bereits allen Wiener Unternehmen offen steht,
ist die Ausweitung der Zielgruppe. Insbesondere jene große Zahl Wiener
Unternehmen, die nicht Forschung im engeren Sinn betreiben, sehr wohl
aber Innovationen vorzuweisen haben – etwa 40% aller Wiener Unternehmen
– wird verstärkt angesprochen.
Ebenfalls verstärkt wird die Förderung des Dienstleistungsbereichs.
Mehr als 80% des regionalen BIP Wiens werden im Dienstleistungsbereich
erwirtschaftet. Förderstrukturen, insbesondere im Innovations- und
Technologiebereich beziehen sich aber oftmals implizit immer noch primär
auf den Produktionsbereich. Die neuen Maßnahmen schließen insbesondere
den immer bedeutenderen Sektor der wissensintensiven Dienstleistungen,
die einen hohen Innovationsgrad aufweisen, mit ein.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Abstimmung mit anderen Förderinstitutionen:
Durch eine noch engere und institutionalisierte Zusammenarbeit mit den
Förderinstitutionen des Bundes wird eine wechselseitige Ergänzung
der jeweiligen Maßnahmen gewährleistet. Zwischen dem ZIT und der Forschungsförderungsgesellschaft
(FFG) wurden in einem „Memorandum of Understanding“ die Modalitäten
dieser Arbeits- und Aufgabenteilung festgehalten.
Die fünf Förderungsprogramme, für die 2008 mehr als 18 Mio. Euro
zur Verfügung stehen, im Überblick:
Programm Forschung-Calls für betriebliche Forschung
und Entwicklung
Die erfolgreichen Förderausschreibungen – Calls – des ZIT werden
weitergeführt. Im Sinne der vereinbarten Arbeitsteilung mit dem Bund
und der Betonung des Potenzials von unternehmerischer Forschung und
Entwicklung zur Lösung allgemeiner gesellschaftlicher Herausforderungen
werden hinkünftig nicht einzelne Technologiefelder, sondern strukturelle
Themenstellungen im Vordergrund stehen. Dies spiegelt sich bereits in
den für das kommende Jahr vorgesehenen Calls wider: Mit dem Call Environment
Vienna 2008 werden Vorhaben aus allen Technologiebereichen unterstützt,
die maßgeblich zum Umwelt- und Klimaschutz im urbanen Raum beitragen.
Der Call CoOperate enlarged Vienna 2008 richtet sich an Unternehmen,
die Projekte mit Partnern aus Mittel- und Osteuropa durchführen. Auch
hier besteht keine Beschränkung auf bestimmte Technologiebereiche.
Durch höhere Förderquoten werden die Calls in Zukunft noch attraktiver.
Die Höchstfördersumme wird von bisher 750.000 EUR auf 1 Mio. EUR erhöht.
Programm Innovation – Neue Zielgruppe kleine
und mittlere Unternehmen
Mit diesem neuen Programm wird das große Potenzial innovativer Klein-
und Mittelbetriebe in Wien, insbesondere auch aus dem Dienstleistungs-
bereich, angesprochen. Die Empfehlung der ZIT Evaluierung, "Öffnung
der Zielgruppen auf innovierende Unternehmen" wird dabei umgesetzt.
Zielgruppe sind auch Unternehmen, die vor der Herausforderung stehen,
Forschungs- und Entwicklungsergebnisse konkret am Markt umzusetzen.
Programm Kooperation – Förderung internationaler
Zusammenarbeit:
Ein Ziel der Wiener Technologiepolitik ist es, die Teilnahme von Wiener
Klein- und Mittleren Unternehmen (KMU) an nationalen oder inter- nationalen
Forschungskooperationen zu erhöhen. Im Rahmen dieses Programms wird
die oft aufwendige Vorbereitungsarbeit, die einer solchen Kooperation
vorangeht, unterstützt und so die Teilnahme erleichtert.
Programm Wissen – Wissensbilanzen in Wiener
Unternehmen
Im Zuge des Wandels hin zu einer wissensbasierten Ökonomie und Gesellschaft
wird der Faktor Wissen immer wichtiger. Um Unternehmen die Dokumentation
und das verfügbar machen ihrer Wissenspotenziale zu erleichtern, wird
erstmals im Rahmen dieses Programms die Erstellung und Publizierung
von sogenannten Wissensbilanzen unterstützt. Dieses sichtbar machen
des intellektuellen Kapitals eines Unternehmens ist zunehmend auch ein
Faktor der Unternehmensbewertung.
Programm Kommunikation – Schaffung von Technologieawareness
Das bereits in der Vergangenheit erfolgreiche Programm wird weitergeführt.
Die Akzeptanz neuer Ideen und Technologien in der Öffentlichkeit ist
eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg von Innovationen und
den Ausbau der Position Wiens als moderne, aufgeschlossene Stadt mit
starker Innovationskraft. Im Rahmen dieses Programms werden Projekte
unterstützt, die die Öffentlichkeit über neue Technologien oder Forschungsleistungen
informieren. Die Aufgeschlossenheit für Forschungsleistungen soll erhöht
und Technologieängste abgebaut werden.
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Informationen >> ZIT Zentrum für Innovation und Technologie

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