Wien verstärkt in der Krise Innovationsförderung


Um der Wirtschaftskrise zu trotzen und die Wettbewerbsfähigkeit Wiens zu erhöhen, verstärkt die Stadt ihre Technologie- und Innovationsförderung. Zu den neuen Förderinstrumenten für Wiener Betriebe gehören unter anderem eine neue flächendeckende Technologieberatung mit dem maßgeschneiderten Programm der "Innovationsassistenz" und spezielle Förderwettbewerbe.

Das WIFO stellt den Konjunktur- und Beschäftigungsmaßnahmen der Stadt Wien ein gutes Zeugnis aus. Gerade in wirtschaftlich und budgetär schwierigen Zeiten ist es notwendig, den eingeschlagenen Weg der Förderung von Innovationsorientierung, Qualifizierung und Internationalisierung konsequent fortzusetzen, um es den regionalen Unternehmen zu ermöglichen, den Herausforderungen der Krise offensiv zu begegnen. Die Anfang 2009 vom WIFO durchgeführte Studie zu den Konsequenzen der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise hat auch gezeigt, dass bei den für die Wiener Wirtschaft so wichtigen wissensintensiven Unternehmensdienstleistern Produktinnovationen die häufigste Reaktion zur Bewältigung der Krise darstellen.

Kostenlose Technologieberatung für Wiener KMU - unbürokratisch, schnell und effizient

Um ebensolche Innovationen zu ermöglichen, hat das ZIT, die Technologieagentur der Stadt Wien, Förderinstrumente entwickelt und baut diese laufend aus. Ein neues Angebot für Wiener Klein- und Mittelbetriebe (KMU) ist die kostenlose "Technologieberatung". Diese vernetzt Wissenschaft und Forschung mit der Wirtschaft und macht so neueste Forschungserkenntnisse auch für Klein- und Mittelbetriebe zugänglich, die sich keine eigene Forschungsabteilung leisten können. Dieser Wissenstransfer hilft Wiener KMU dabei, technologische Fragestellungen bei Innovationsprojekten zu lösen. Daraus entstehen neue Produkte und Dienstleistungen, die den Betrieben höhere Wettbewerbsfähigkeit und damit mehr Marktchancen eröffnen.

Die Technologieberatung wurde im März 2008 als Pilotprojekt gestartet. Bisher betreute das ZIT insgesamt 136 Wiener KMU. Fast 90 Prozent davon waren Ein-Personen-Unternehmen (EPU) oder Kleinbetriebe mit weniger als 50 Beschäftigten. Fast 60 Prozent der Betriebe haben davor noch nie mit wissenschaftlichen Einrichtungen kooperiert. Die Technologieberatung ist schnell, effizient, kostenlos und unbürokratisch. Es ist kein Antrag notwendig. Zusätzlich wird im Rahmen der Beratung nach Fördermöglichkeiten zur Unterstützung der Innovationsprojekte gesucht, wie etwa dem mit 5.000 Euro dotierten Innovationsscheck der Forschungsförderungsgesellschaft. Aufgrund der positiven Erfahrungen der Pilotphase wird die Technologieberatung ab 2010 in das reguläre Dienstleistungsportfolio des ZIT übernommen.

Innovationsassistenz - neue Ideen - neue Arbeitsplätze

Die waff Förderung "Innovationsassistenz" zielt darauf ab, kleinen und mittleren Unternehmen in Wien bei der Entwicklung und Umsetzung kreativer Leistungen und innovativer Produkte unter die Arme zu greifen. Besonders wichtig in Zeiten der Krise: Mit dieser Förderung werden neue Arbeitsplätze geschaffen bzw. bestehende gesichert. Der waff fördert die Anstellung von sogenannten InnovationsassistentInnen, die maßgeblich an der Umsetzung eines Innovationsvorhabens - insbesondere in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Organisation, Kommunikation und Informationsmanagement - arbeiten. 2,5 Mio. Euro gibt es 2009 für Wiener Betriebe, ca. 50 Unternehmen profitieren davon. Pro Unternehmen beträgt die Förderung max. 59.000 Euro, der Förderzeitraum kann bis zu 18 Monate dauern. Heuer haben bereits 29 Unternehmen eine Förderzusage erhalten.

Stadt Wien als Innovationsträger

Auch die Stadt Wien selbst mit ihren Unternehmungen wie den Wiener Stadtwerken, der Wien Holding oder dem Wiener Krankenanstaltenverbund haben sich der Innovation verschrieben. Der erst kürzlich präsentierte weitere Ausbau von Fernkälte mit der neuen Zentrale in der Spittelau, ein innovatives Lichtkonzept bei der Verlängerung der U2 zum Stadion, Niederflurstraßenbahnen der Wiener Linien, aber auch soziale und kulturelle Innovationen wie das Geriatriekonzept der Stadt Wien oder das Museum auf Abruf (MUSA) zeugen davon, dass die Stadt Wien Innovation nicht nur fördert, sondern auch selbst betreibt. Viele dieser Projekte werden mit privaten Partnern am Standort umgesetzt, wodurch die Wiener Wirtschaft mehrfach profitiert, lokale Wertschöpfung entsteht sowie Arbeitsplätze geschaffen und gesichert werden.


Mehr Informationen

>> ZIT Zentrum für Innovation und Technologie
>> WAFF Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds

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