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Panel 3: Gesellschaft - Wissenschaft und Gesellschaft Wirtschaft und Gesellschaft, Berufs- und Alltagsleben sind in den letzten 20 Jahren in immer stärkerem Maß wissens- und wissenschaftsbasiert geworden. Die komplexen Interdependenzen, in denen die Wirklichkeitsbewältigung in den Bereichen der Ökonomie, der Ökologie und des Sozialen heute stehen, brauchen die kontinuierliche Abstimmung und Kooperation mit WissenschafterInnen unterschiedlicher Disziplinen. In dem selben Maß, in dem Wissenschaft und wissenschaftliche Innovation zu wichtigen Produktivkräften wurden, bedarf der gesellschaftliche Zusammenhang, in dem Wissenschaft und Forschung stehen, einer genaueren Analyse. Die institutionellen Strukturen, in denen Wissenschaft heute geschieht, die Bedingungen für herausragende Forschungen und Qualifikationen von WissenschafterInnen und die Frage, wie es um "das Projekt der Aufklärung" - Gesellschaftsreflexion und - kritik und Folgenabschätzung - heute steht, müssen einer kontinuierlichen und präzisen Beobachtung und Bewertung (Best Practices, Benchmarks, Demokratiestandards) unterzogen werden. Die Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften waren und sind exzellente Instanzen der Reflexion und Kritik des gesellschaftlichen Lebens in Wien. Diese Wissenschaften waren und sind für Identität, Charakter und Profil der Stadt Wien ebenso wie für analytische Befundung, Analyse und theoretische Durchdringung der Welt von Wien aus wichtig, ja zentral. Da es sich hier um die zentrale Stärke des Wiener Wissens handelt, ist es notwendig, deren Grundlagen zu erkunden. Die Schwerpunkte dieses Wissens lagen und liegen in folgenden Bereichen. Erkundungen über Denken und Fühlen (Seelenlandschaften): Sigmund Freud, Alfred Adler, Viktor Frankl, Jakob Moreno, August Aichhorn bis Harald Leupold-Löwenthal und Otto Kernberg Erkundungen über die Bedeutung der Arbeit für den Menschen: Marie Jahoda, Hans Zeisel, Paul Lazarsfeld, Emil Kläger, Max Winter bis Leopold Rosenmayr, Rudolf Richter, Anton Amann, Roland Girtler Erkundungen über Recht, Wirtschaft und Gesellschaft: Alois Schumpeter, Hans Kelsen, die Wiener Schule der Nationalökonomie bis Erich Streissler und Ewald Nowotny Erkundungen über die Künste: Die Wiener Schule der Kunstgeschichte, Alois Riegl, Max Dvorák, Ernst Gombrich Erkundungen über Architektur zwischen Form und Funktion: Adolf Loos, Otto Wagner bis Hans Hollein, Hermann Czech, Alfred Krischanitz, Otto Kapfinger Erkundungen zum Verhältnis von Wissenschaft und Literatur. Kritische Kulturwissenschaft war und ist Grundlage und Partner einer herausragenden Literatur und eines exzellenten Feuilletons: Anton Kuh, Egon Friedell, Hans Weigel, Hilde Spiel, Helmut Qualtinger, Thomas Bernhard, Elfriede Jelinek, Franz Schuh, etc. D Das Panel "Wissenschaft und Gesellschaft" wird zu erkunden haben, wie Wissensgenerierung, Wissenschaftsprozesse, Wissensvermittlung und Wissenschaftskritik in ihren institutionellen Strukturen beschaffen sind und wo sich Perspektiven einer Verstärkung bzw. Gegensteuerung einer Verbesserung und Neugestaltung darstellen. Gesellschaftsrelevante, gesellschaftsreflexive und gesellschaftskritische Wissenschaft in und aus Wien. Welche Handlungsspielräume bestehen aus der Sicht der Wiener Wissenschaftsförderung, die gesellschaftsbezogenen Wissenschaften in Wien so zu unterstützen, dass sie ihren Beitrag zum Verständnis von Zukunftsfragen noch besser leisten können? Institutionelle Strukturen der Wissenschaftslandschaft in Wien. Welche Folgen haben Universitätsreform und die resultierenden Umstrukturierungen bzw. strategischen Neuorientierungen der Wiener Hochschulen für das Engagement der Stadt in Bezug auf den Forschungs- und Bildungsstandort Wien? Zur Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher und urbaner Kultur. Welche Gestaltungsmöglichkeiten an der Schnittstelle von Wissenschaft und Öffentlichkeit bestehen in Wien, einer Stadt, die über eigene Instrumente der Forschungsförderung und Wissenschaftskommunikation verfügt? Wie können Offenheit für Innovation sowie wissensgeleitete Aufklärung und Kritik als Fundamente der Demokratie unterstützt werden? Wissenschaftsfolgenabschätzung, Technik- und Technologiefolgenanalyse, Stärkung des Raumes für ethische Grundlagen in der Wissenschaft. Wie kann die Bewertung und Abschätzung von wissenschaftlich-technischen Entwicklungen bzw. von deren Folgen Bestandteil einer modernen Forschungs- und Innovationspolitik werden, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist? Teilnehmende ExpertInnen Anton Amann, Universität Wien, Institut für Soziologie Eugen Antalovsky, Europaforum Wien Gudrun Biffl, WIFO-Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung Birgit Bolognese-Leutenmüller, Universität Wien, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte Susanne Brandsteidl, Stadtschulrat für Wien, Präsidium Eva Buchinger, ARC Austrian Research Centers GmbH Wolfgang Cerny, ARC Austrian Research Centers GmbH Hubert Christian Ehalt, Magistrat der Stadt Wien, MA 7, Kultur und Wissenschaft Josef Ehmer, Universität Wien, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte Ulrike Felt, Universität Wien, Institut für Wissenschaftstheorie u. Wissenschaftsforschung Peter Fleissner, Technische Universität Wien, Institut für Gestaltungs- und Wirkungsforschung Herbert Gottweis, Universität Wien, Institut für Politikwissenschaften Josef Hochgerner, ZSI - Zentrum für Soziale Innovation Andrea Holzmann-Jenkins, Wissenschaftszentrum Wien Peter Kampits, Universität Wien, Institut für Philosophie Helmut Konrad, Universität Graz Konrad Paul Liessmann, Universität Wien, Institut für Philosophie Michael Ludwig, SPÖ-Wien, Wiener Landtag Maria Mesner, Universität Wien, Projekt Lehrentwicklung Helga Nowotny, Scientific Council des ERC Marianne Popp, Universität Wien, Fakultät für Naturwissenschaften und Mathematik Oliver Rathkolb, Ludwig Boltzmann-Institut für Europäische Geschichte und Öffentlichkeit Edith Saurer, Universität Wien, Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte Wendelin Schmidt-Dengler, Universität Wien, Institut für Germanistik Andreas Schwarcz, Universität Wien, Institut für Geschichte Petra Stuiber, Der Standard Emmerich Talos, Universität Wien, Institut für Staats- und Politikwissenschaft Verena Winiwarter, ZUG - Zentrum für Umweltgeschichte Kurt Woletz, Fachhochschule Technikum Wien, Management, Wirtschaft, Recht Alexander Wolffhardt, Europaforum Wien Christian Wurm, Magistrat der Stadt Wien, MA 27 - EU-Strategie und Wirtschaftsentwicklung |
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