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Kommentare und Anregungen zum Auftakt der Wiener FTI-Strategie Bereits zu Beginn der Strategieentwicklung haben zahlreiche, an der Wiener FTI-Strategie interessierte ExpertInnen, WissenschafterInnen und Einrichtungen von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, ihre Ideen und Einschätzungen zu den vier Themenschwerpunkten dem Strategieprozess zur Verfügung zu stellen. Im folgenden finden Sie die Zusammenfassung von Kernaussagen aus allen Kommentaren und Anregungen. Wirtschaft: Wie kann die Innovationskraft der Wiener Unternehmen nachhaltig gestärkt werden? Anreize für Wissenstransfer. Eine Hebelwirkung für den Wissenstransfer ist durch die gezielte Erzeugung von Nachfrage möglich: durch Förderprogramme (aber auch Wettbewerbe), in denen Unternehmen und F&E Einrichtungen zusammenarbeiten; durch eine (auch monetäre) Unterstützung für (längerfristige) Partnerschaften zwischen Unternehmen und F&E-Einrichtungen; sowie durch Kontaktplattformen, um Unternehmen (v.a. KMUs) und Forschungseinrichtungen zusammen zu bringen. Stärkung von F&E in KMUs. Die meisten Wiener KMUs haben keine eigene F&E-Abteilung bzw. Beschäftigte, die sich dem Thema Forschung/Entwicklung/Innovation vermehrt widmen können. Die Austrian Cooperative Research (ACR)-Forschungseinrichtungen zeichnen sich durch Anwendungsorientierung und Nähe zu den KMUs aus, würden aber ihrerseits Förderprogramme benötigen, die speziell auf ihre Bedürfnisse und damit die der KMUs ausgerichtet sind. Laufende Förderungen für angewandte Forschung. Im Bereich der monetären Förderung von Unternehmensforschung sollte es nicht nur Calls, sondern auch laufende Förderungen für (kleinere) angewandte Forschungsprojekte gemeinsam mit FHs oder Universitäten geben. Auch könnte der Zugang für KMUs zu Innovation und Technologie durch bezahlte Unternehmensberater stimuliert werden, bzw. sollte der "Innovationsassistent" wieder eingeführt werden. Verbesserter Zugang zu Risikokapital. Für Wien als FTI-Hub ist ein leistungsstarker inländischer Kapitalmarkt und ein leicht gemachter Zugang zu und fundiertes Wissen über Risikokapital/"smart money" unabdingbar. Ziel müsste die verbesserte Eigenkapitalausstattung für KMUs und ein leichterer Zugang zu risikotragendem Kapital für Wachstums- und Innovationsfinanzierung sein. Seed- und early stage-Beteiligungsgesellschaft. Die Finanzierung von F&E-Tätigkeiten könnte durch eine eigene seed- und early stage-Beteiligungsgesellschaft erleichtert werden. Diese würde (anders als Venturer) v.a. kleinere Projekte begleiten, sich nach 3 bis 5 Jahren zurückziehen und alternative Kapitalgarantien geben. Innovationsförderung durch bessere Beratung. Zu den "Soft Measures" der Innovationsförderung von Unternehmen gehört eine strukturierte Beratung, wobei auch Berater Cluster bilden können. Ca. 10 bis15% der Forschungsprojekte sind Nebenleistungen wie Projektmanagement, -evaluierung, Kommunikation u.ä. Ein Beratungsportal könnte zusammen mit der WKW eingerichtet werden. Innovation durch öffentliche Nachfrage. Durch gezielte öffentliche Nachfrage kann Innovation angeregt werden. Unternehmen sollten ermutigt werden, innovative Vorschläge für Wien zu unterbreiten, die dann systematisch verwertet werden können. Aufträge in der Prototypen-Phase könnten als Referenz dienen, Unternehmen den Markteintritt erleichtern und mögliche Vertriebsschwächen ausgleichen. Ständiger Dialog für bessere Strategie. In einem partnerschaftlichen Kreativprozess sollte ExpertInnenwissen neutral und fokussiert vermittelt werden. Statt eines "Großen Wurfes" ist es wichtiger, eine Kultur zur Diskussion von Innovation und Strategien zu etablieren, wobei die Anliegen der KMUs zu berücksichtigen sind. Problem Förderfähigkeit von internationalen F&E-Aktivitäten. Viele Projekte der Wirtschaft werden in Wien entwickelt, aber im Ausland (z.B. C&EE) umgesetzt. Obwohl ein erheblicher Teil der Entwicklungs-Wertschöpfung im Inland bleibt, ist so ein Projekt in Wien nicht förderungswürdig und der Projektbetreiber ist auf meist ausländische Förderstellen angewiesen. Da diese Förderungsstellen die Wertschöpfung und Auftragserteilung an ihr Land binden, entgeht Wien ein erheblicher Teil der Investitionsgelder. Weniger Bürokratie. Ein weiterer Abbau bürokratischer Hürden bei der Errichtung bzw. Erweiterung neuer Forschungseinrichtungen ist wünschenswert. Die Ausbildung von mehr Expertise bei den zuständigen Behörden (z.B. Arbeitsinspektorat nach Branchen und nicht nach Bezirken einteilen) könnte die Prozesse beschleunigen. Sichtbarmachung von innovativen Unternehmen. Permanente "Leistungsschauen" innovativer Untenehmen, z.B. in Museen, öffentlichen Gebäuden oder im Internet, aber auch Maßnahmen bereits in Kindergärten und Volksschulen können zu einem für Innovation offenen Meinungsklima beitragen. Kooperationen mit Indien. Durch Kooperationen in Forschung und Entwicklung sowie Projektpartnerschaften mit der indischen Software-Industrie könnte Wien einen Vorsprung gegenüber anderen Ländern in Europa erreichen. Vorhandene Verbindungen mit Indien können dafür genutzt werden. F&E-Tätigkeit von KMUs besser erfassen. Über das Innovationsverhalten von KMUs ist viel zu wenig bekannt. Innovationserhebungen berücksichtigen Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten nicht, 86 % aller Unternehmen werden also in dieser Hinsicht gar nicht untersucht. Auch werden in der Regel nur tiefgreifende Innovationen gezählt, diese sind jedoch in traditionellen KMUs kaum zu finden. Nichtsdestotrotz sind die Unternehmen natürlich innovativ. Wissenschaft: Welche Forschungsschwerpunkte fördern und wie den Wissenstransfer zwischen Universitäten und Unternehmen intensivieren? Effiziente Strukturen der Wissenschaftsförderlandschaft. Es sollte Teil einer schlagkräftigen FTI-Strategie sein, eine funktionale und damit effiziente Aufgabenteilung der wissenschaftspolitischen Akteure in Wien zu diskutieren und festzulegen. Im Ausland wird Wien für die funktionale Vielfalt der wissenschaftspolitischen Instrumente der Stadt bewundert. Diese Ressourcen gehören koordiniert und kooperativ genutzt. Wettbewerbsfähige Forschungsförderung. In einer globalisierten Welt steht auch Forschungsförderung im weltweiten Wettbewerb. Mögliche Vorteile gegenüber anderen Forschungsstandorten können sein: Wiener Unternehmen bzw. ForscherInnen sind schon in diesem Bereich führend; Förderaktivitäten werden mit den Investitionstätigkeiten und den rechtlichen Rahmenbedingungen der Stadt Wien abgestimmt; Forschungsförderung bzw. Investitionstätigkeit und rechtliche Rahmenbedingungen werden mit anderen Städten abgestimmt; es gibt Förderungen in diesem Bereich vom Bund bzw. der EU. Basisförderung für Exzellenz. Gerade die besten Köpfe verbringen den überwiegenden Teil ihrer Arbeitszeit mit der Akquisition von immer kürzeren, budgetär immer kleineren Projekten. Dadurch geht Wien wichtige Innovationskraft verloren. Fünfjahresbudgets für Einrichtungen, welche bereits gezeigt haben, dass sie ausgezeichnete wissenschaftliche Arbeit leisten, könnten hier Abhilfe schaffen. Strukturelle Unterstützung für kleinere Institute. Kleinere Institute sind in Synergie mit arbeits- und sozialpolitischen Förderungen zu unterstützen (besonders in Hinblick auf Teilzeit- und Telearbeitsplätze), um hochqualifizierte, aber strukturell benachteiligte ForscherInnen verstärkt einzubeziehen. Soziale und umweltpolitische Auflagen für geförderte Institute wären ebenso sinnvoll wie (teil-)anonymisierte Evaluierungsverfahren zur Optimierung von Fördersystemen und zur Stärkung der Unabhängigkeit der Institute. An Wiener Traditionslinien anknüpfen. Es sollte Forschung, die besonders den vorhandenen theoretischen Fundus der Wiener Wissenschaft (z.B. Wiener Kreis, Wiener Schulen der politischen Ökonomie, etc.) für die intellektuelle und damit wirtschaftliche Entwicklung Wiens als Zentrum Zentraleuropas nützt, fokussiert unterstützt werden. Dadurch besteht die Chance, im internationalen intellektuellen (und damit auch wirtschaftlichen) Konkurrenzkampf wieder Fuß zu fassen. Kritische Massen & Forschungsschwerpunkt Life Sciences. Die Förderprogramme sollten ausreichend dotiert sein, um nachhaltige Effekte zu erzielen. Zu befürworten ist eine Konzentration auf einige wenige (3 bis 5) Themenbereiche, um überhaupt eine kritische Masse im internationalen Vergleich entstehen zu lassen (Vergleich USA/Europa). Eine weitere Stärkung des Life Science-Sektors wäre daher wünschenswert. Forschungsschwerpunkt nachhaltiger Verkehr. In der Verkehrstelematik wird in den nächsten 10 Jahre in Europa mit Umsätzen von bis zu 20 Mrd. € gerechnet. In Städten ist mit Innovationsschüben sowohl im ÖV als auch im IV zu rechnen. Im Sinne des "Stärken stärken" ist die Ausgangsposition für eine Schwerpunktsetzung in diesem Bereich sehr gut, wobei ein abgestimmtes Vorgehen in Bezug auf rechtliche Rahmenbedingungen, Investitionen der öffentlichen Hand und Innovationsförderung nötig ist. Der Ausbau des Wiener Vorsprungs in Bezug auf Logistik und Fahrzeugtechnik könnte Wiener Unternehmen eine gute Exportchance bieten. Forschungsschwerpunkt Erneuerbare Energien & Energieeffizienz. Der Anteil von Erneuerbaren Energien an der europäischen Energieproduktion wird in den nächsten Jahrzehnten massiv steigen. Bei der Einspeisung von Ökostrom aus dezentralen Erzeugeranlagen, insb. innovativen Energiespeichersystemen, besteht jedoch massiver Forschungsbedarf, um überhaupt erst die technologischen Voraussetzungen zu schaffen. Ein weiteres zentrales Zukunftsthema ist Energieeffizienz. Hier könnte man z.B. im Bereich von Baumaterialien, insbesondere Dämmstoffen, innovative Produkte für den österreichischen und internationalen Markt entwickeln. Forschungsschwerpunkt emissionsreduzierter Individualverkehr. Europaweite Schwerpunktprogramme zu Biotreibstoffen, Wasserstoff, Erdgasmotoren etc. sind meist auf die fernere Zukunft ausgerichtet; relativ unaufwendige, kurzfristig umsetzbare Lösungen kommen jedoch zu kurz. Dies sind Entwicklungsfelder, die Forschungseinrichtungen, vor allem aber auch KMUs, Chancen eröffnen, zukunftsträchtige und kostengünstige Technologien voranzutreiben. Forschungsschwerpunkt Wissenschaftsforschung. Es braucht die kritische Reflexion bestehender Evaluationsregime, Peer-Review-Modelle und Publikationsmöglichkeiten. Wien könnte hier auf bestehenden Traditionen aufbauen und vielversprechende Initiativen setzen. Forschungsschwerpunkt Handlungsfolgenabschätzung. Die Entwicklung von Simulationsmodellen zur Abschätzung der Auswirkungen unseres Handelns, insbesondere auf Klima, Böden und ökologisch sensible Gebiete sind unverzichtbar für die rechtzeitige Abschätzung künftiger Fehlentwicklungen. Da solche Tools für eine verantwortungsvolle Politik immer wichtiger werden, sollten hier Finanzmittel zur Verfügung stehen. Forschungsschwerpunkt virtuelle Simulationsverfahren. Diese werden in viele Branchen der Industrie verstärkt eingesetzt, um Kosten bei Prototypenbau und Experimenten einzusparen. Diese neuen Trends sollten aufgrund der viel versprechenden Aussichten für den Innovationsstandort vorangetrieben werden. Forschungsschwerpunkt Innovation und evolutionäre ökonomische Theorie. "Beyond the obvious" sollte Wien darauf setzen, die künftigen Boom-Disziplinen rund um das Design evolutionären Wachstums politisch-ökonomischer Institutionen verstärkt zu fördern. Hier gibt es historische Wiener Anknüpfungspunkte, die Spitzenforschung zusätzlich anlocken können. Forschungsschwerpunkt Tourismus. Die Forschungsschwerpunkte Wiens beziehen sich auf viele Geschäftsfelder, aber kaum auf das bedeutendste Dienstleistungsfeld, dem Tourismus, der 16% des BIP beträgt. Weder die ÖHT-Bank, noch das Wirtschaftsministerium, noch die Österreichwerbung haben dazu Lösungen bereit. Es ist an der Zeit, dass Wien eine entsprechende Forschungsinitiative startet. Forschungsschwerpunkte & Strategieplan Wien. Eine Diskussion auf inhaltlicher Ebene, welche Forschung und Innovation die Stadt Wien braucht, ist für den Erfolg der Wiener FTI-Strategie unabdingbar. Im Strategieplan Wien von 2004 sind einige diesbezügliche Ziele formuliert worden. Hier sollte ein Konnex herausgearbeitet und auf diese Weise der Diskurs über die Zielvorstellungen weiter getragen werden. Forschungsschwerpunkte abseits des Trends. Es sollten auch Themen finanziert werden, die nicht unbedingt im Forschungstrend liegen, wie etwa alternative Medizin oder Risikoforschung in den Bereichen GVO-Freisetzung und Nanotechnologie. Dafür könnte eine Art unabhängiger Stiftungsrat eingesetzt werden, dem bei der konkreten Projektauswahl ein Mitspracherecht eingeräumt wird. Gesellschaft: Wie den Mehrwert von Wissenschaft für die Gesellschaft steigern? Innovationen können an den Rändern entstehen. Im heutigen rasanten Entwicklungstempo konkurrierender Innovationen kann eine erfolgreiche Vermarktung selbst bahnbrechender Entwicklungen nicht garantiert werden. Daher breite Innovationsförderung mit Berücksichtung der vitalen Interessen finanzschwächerer Gruppen: Welche Innovationen könnten helfen, soziale und umweltbezogene Probleme zu lösen? Unabhängige Forschung ist breit zu fördern und zu diskutieren, um kritische Massen für Innovation zu erzeugen. Besseres Innovationsklima durch sachliche Debatte. Generell dürften die ÖsterreicherInnen als nicht besonders innovationsfreundlich gelten. Gentechnik ist einer der prominenten Anlassfälle, an dem der Konflikt zwischen den Wünschen der Bevölkerung und jenen der Wissenschaft und Wirtschaft immer wieder besonders gut sichtbar wird. Nicht Aussagen, die in ihrem sprachlichen Tenor Kritiker von Gentechnik pauschal als uninformierte Verhinderer abqualifizieren, sondern ein viel breiterer, ernsthafter öffentlicher Diskurs über Implikationen von Innovationen wären nötig, um das Innovationsklima zu verbessern. Gesellschaftliche Verantwortung in Natur- und Ingenieurswissenschaften. Wissenschaft und Technik wecken immer zugleich Hoffnungen und Ängste. Mit diesen Widersprüchen sind all jene konfrontiert, die in Bildung, Forschung und Innovation tätig sind. Ein Dialog- und Bildungsprogramm "Responsible Research and Innovation" würde Studenten der Natur- und Ingenieurswissenschaften ermutigen, sich schon während ihrer Ausbildung mit dieser Thematik aktiv zu beschäftigen. Wien könnte bei der Unterstützung eines solchen Programms eine Pionierarbeit leisten. Begleitevaluierung von Technologieprojekten. Durch eine in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften verankerte obligatorische Evaluierung von geförderten/zu fördernden Technologieprojekten könnten diese hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Auswirkungen, Wahrnehmung und Akzeptanz; weiterreichenden Perspektiven sowie alternativer Einsatzmöglichkeiten der Technologie untersucht werden. Schaffung eines sozialverträglichen Forschungssystems. Problemstellungen und Entwicklungschancen sollten in breiten Bevölkerungskreisen erhoben werden. Damit würde es BürgerInnen ermöglicht, Forschung anzuregen, sich über wissenschaftliche Entwicklungen zu informieren sowie in transparenten Diskussionsplattformen zu diskutieren und zu evaluieren. Jahr der Wissenschaft. Zur Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher und urbaner Kultur: Wien könnte nach dem Vorbild anderer Städte ein "Jahr der Wissenschaft" abhalten - unter Mobilisierung aller Ressourcen aus Wissenschaft, Bildung, Kunst, Stadt und Wirtschaft. Als erster Schritt könnte ein Workshop organisiert werden, zu dem Protagonisten von deutschen und katalanischen Initiativen eingeladen werden, von ihren Erfahrungen zu berichten. Unabhängigkeit von Forschung stärken. Viele kleinere statt wenige große Forschungsarbeiten sollten gefördert werden. Kein "Besetzen" von Themengebieten durch sog. "Exzellenz", sondern die gegenseitige Kontrolle durch kritische Diskussion und den Vergleich von Ergebnissen sind gefragt. Stadt: Welche Stadtentwicklung für den Forschungsstandort Wien umsetzen? Schwerpunktstandorte für verbesserte Interaktion. Forschungseinrichtungen eines thematischen Bereichs sollten möglichst nicht an verschiedenen Standorten angesiedelt sein, um die Interaktion zwischen den einzelnen Unternehmen/Institutionen so leicht wie möglich zu machen (z.B. Vienna Biocenter). Innerstädtische Areale nutzen. Standortfaktoren für künftige Forschungseinrichtungen sollten umfassen: ausgezeichnete infrastrukturelle Erschließung, optimale Anbindung an den ÖV, Vernetzungsmöglichkeiten zwischen den Forschungseinrichtungen, räumliche Erweiterungsmöglichkeiten, rasche Erreichbarkeit von Erholungsgebieten und Kultureinrichtungen sowie Rechtssicherheit für Errichtung und den Betrieb. All dies legt eine stärkere Nutzung von innerstädtischen Potentialen (insb. Flächen wie aufgelassene Werksgelände oder Bahnhofsareale; sog. Brownfields) nahe. F&E-Cluster Öko-Technologien in Aspern. Als attraktiver Forschungsstandort könnte am Flugfeld Aspern ein Technologiecluster für Energieeffizienz und Erneuerbare Energien eingerichtet werden, mit entsprechend ausgebauter Infrastruktur, energieeffizienter Gebäudetechnik und ökologischer Energieversorgung. Weiche Standortfaktoren für erfolgreiche Bildungseinrichtungen. Wissen wird von Menschen getragen und im Fall der Ausbildungsstätten an junge Menschen weitergegeben bzw. von diesen weiterentwickelt. Die Freiraumqualität und das unmittelbare Umfeld können als "weiche" Standortfaktoren die Entwicklung und den Erfolg von Höheren Bildungseinrichtungen stark beeinflussen. Vienna Urban Knowledge Arena. Wissen wird auch außerhalb und auch nicht nur in räumlicher und paradigmatischer Universitätsnähe erzeugt. Dieses disperse Stadtwissen hat einen organisatorischen Infrastruktur- und Vernetzungsbedarf: Die Etablierung des fein verteilten, kleinräumig verorteten Wissens in einer "Vienna Urban Knowledge Arena" wäre als Innovationsschub in der Partizipations- und Beziehungskultur zwischen Wissensträgern und der Stadtentwicklungsplanung zu sehen. Forschungsintensive Unternehmen in urbanen Lebensräumen. Durch die Ansiedlungen von ca. fünf Unternehmen mitten in urbanen Lebensräumen in Uni- und FH-Nähe (1040, 1090, 1200, 1210) würde nicht nur die Forschungsinfrastruktur verbessert. Die Vermischung von Lebens- und Arbeitsräumen nutzt auch der offenen Gesellschaft. FTI-Standorte im Stadtraum sichtbar machen. Das Sichtbarmachen von Strukturen ist wesentlich, um eine Entwicklung wahrzunehmen und nachzuvollziehen. "Mapping" übersetzt abstrakte Netzwerke in visuelle Schaubilder und steigert dadurch die Kommunikation. Die spannendste Frage ist: Wie können FTI-Standorte im Stadtraum sichtbar werden? Denn nur was sichtbar ist, wird auch wahrgenommen. |
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