POSITIONEN ZUR WIENER FTI-STRATEGIE

 

Eine der wichtigsten europäischen Forschungsmetropolen werden, und Wien damit einen bedeutenden Platz in der Wissensgesellschaft der Zukunft sichern - kein geringeres Ziel hat sich die Wiener FTI-Strategie gesetzt. Wien wird alles daran setzen, um im Rahmen der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten die vorhandenen Potenziale in Forschung, Technologie und Innovation zu nutzen und weiter zu stärken. Dabei bekennt sich die Stadt zu einer weiteren Steigerung der Anziehungskraft Wiens auf die besten Köpfe. Auch weiß Wien um die Verantwortung, die daraus entsteht, dass neue Technologien weitreichende Folgen für unser Zusammenleben haben können. Nicht zuletzt deshalb ist es der Stadt ein besonderes Anliegen, dass Vorhaben gefördert werden, die sowohl zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes beitragen als auch einen wahrnehmbaren gesellschaftlichen Nutzen für die WienerInnen nach sich ziehen.
Dr. Michael Häupl, Bürgermeister und
Landeshauptmann von Wien

     

Der Magistrat der Stadt Wien ist in hohem Maße für die Lebens- und Standortqualität der Stadt verantwortlich. Für eine Metropole wie Wien bedeutet dies nicht nur die reibungslose Bereitstellung der technischen Infrastruktur, sondern auch das zielgruppenorientierte Angebot von Dienstleistungen in unterschiedlichsten Bereichen. Die Rahmenbedingungen für deren Erbringung ändern sich ständig. Für den Magistrat ist es daher essenziell, immer am laufenden Stand der Technik, der Forschung und der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu sein.Ich halte den regen geistigen Austausch zwischen Stadtverwaltung und Wiener Scientific Community für äußerst wichtig und wünsche allen Beteiligten bei der Umsetzung viel Erfolg.
Dr. Ernst Theimer, Magistratsdirektor und Landesamtsdirektor

     

 

"Wien ist mit tiefgreifenden Veränderungen im gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und internationalem Umfeld konfrontiert, die allesamt nach einem forcierten Ausbau von Forschungskapazitäten und Innovationsfähigkeit rufen. Damit die Wiener Wirtschaft auch künftig mit Ideen und High-Tech-Anwendungen global wettbewerbsfähig bleibt, benötigen wir eine Standortentwicklung, die nachhaltig, forschungsbasiert und innovationsorientiert ist. Die 'Ressource Mensch' spielt dabei eine zentrale Rolle: Das gesamte Bildungssystem ist gefordert, innovationsfähige und kreative junge Menschen hervorzubringen, die das künftige Wohlergehen Wiens in der Wissensgesellschaft sicherstellen können. Brain Circulation statt Brain Drain, das Kommen und Gehen kluger Köpfe, ist die Chance für Wien, die sich aus der weiteren Internationalisierung der Forschung ergibt."
Mag. Renate Brauner, Vizebürgermeisterin und Stadträtin für
Finanzen, Wirtschaftspolitik und Wiener Stadtwerke

     

"Das Ziel, die Standortentwicklung der Universitäten und anderer FTI-Einrichtungen optimal zu gestalten, gehört zu den wichtigsten Aufgaben einer partnerschaftlichen Stadtentwicklung in den kommenden Jahren und Jahrzehnten. Dabei geht es aber nicht nur um die konkrete Förderung von wissenschaftlichen Stärkefeldern in einem attraktiven Umfeld: Wien kann im Wettbewerb der Forschungsstädte mit seiner Lebensqualität punkten, die die Stadt für erfindungsreiche und innovative Köpfe äußerst attraktiv macht. Für ein solches Umfeld sind nicht nur Universitäten und High Tech-Firmen verantwortlich, sondern auch Kunst und Kultur, Schulen und Einrichtungen zur Kinderbetreuung sowie ausgezeichnete Verkehrsverbindungen und eine intakte Umwelt."
DI Rudolf Schicker, Stadtrat für Stadtentwicklung und Verkehr

     

“Eine urbane Kultur, die Kreativität und Neuerung in den Mittepunkt stellt, benötigt ein offenes Meinungsklima, bei dem ein Mehr an Innovationsbereitschaft und Technologieakzeptanz mit einem Mehr an kritischer Reflexionsfähigkeit einhergeht. Dass mit dem technologisch Möglichen verantwortungsbewusst umgegangen werden muss, ist auch einer der Gründe, warum die Stadt schwerpunktmäßig die Geistes, Sozial- und Kulturwissenschaften fördert. Nur sie können jene kulturelle und soziale Reflexion des technologischen Wandels sicherstellen, die notwendig ist, damit die Wissensökonomie gesellschaftliche Akzeptanz findet. Ein ständiger Dialog mit der Bevölkerung wird deshalb die Umsetzung der Wiener FTI-Strategie begleiten.“
Dr. Andreas Mailath-Pokorny, Stadtrat für Kultur u. Wissenschaft

     

„In forschungsorientierten Unternehmen brauchen wir MitarbeiterInnen, die neugierig sind, Mut zur Innovation haben und gerne Dinge ausprobieren. Diese Lust am eigenständigen Gestalten der Welt sollte vom Kindergarten an, entlang der gesamten Bildungsleiter, viel stärker gefördert werden als heute.“
Mag. Brigitte Ederer, Vorstandsdirektorin von Siemens Österreich
Proponentin der Wiener FTI-Strategie

     

„Wien sollte ein Ort des Nachdenkens über die wichtigen gesellschaftlichen Probleme dieser Welt sein, da diese Stadt eine große Tradition als geistiges Zentrum für das Verständnis von sozialen Herausforderungen hat. Aus Wien stammende Beiträge zur Lösung der Probleme der Ungleichheit, sozialen Integration und Friedenswahrung können an diese Tradition anknüpfen.“
Univ.-Prof. Dr. Christoph Badelt, Vorsitzender der Rektorenkonferenz
Proponent der Wiener FTI-Strategie

     
„Zu den größten Herausforderungen für den FTI-Standort Wien gehört die Kooperation zwischen Wirtschaft, Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen. Durch aktive Gestaltung von Schnittstellen können Stadt und Wirtschaftskammer Wien dabei helfen, dass die Betriebe die Chancen einer derartigen Zusammenarbeit vermehrt erkennen und dass es zum Selbstverständnis der Universitäten wird, sich auch für die unternehmerische Anwendung von Forschungsergebnissen zu engagieren.“
KommR Brigitte Jank, Präsidentin Wirtschaftskammer Wien
Proponentin der Wiener FTI-Strategie
     

"Gute Wissenschaftskommunikation verdeutlicht vor allem die Entstehungsprozesse von Wissen und weniger deren Produkte - wie kommt die Forschung zu ihren Resultaten, was bedeutet ‚Technologieentwicklung' konkret, wie schaut die tägliche Arbeit der ForscherInnen aus? Wenn diese Darstellung der Buntheit und Vielfalt des Forschungsalltags gelingt, kann die Jugend für Wissenschaft begeistert und Technologieskepsis in der Gesellschaft abgebaut werden."
Prof. Dr. Helga Nowotny, Ph.D., Vizepräsidentin des Scientific Council des Europäischen Forschungsrats
Proponentin der Wiener FTI-Strategie

     
„Seine Vision hat Wien schon formuliert: Drehpunkt zu sein in einem zentraleuropäischen Raum für Forschung, Entwicklung und Innovation. Jetzt muss noch die Umsetzung dieser Vision gelingen: durch gezielte Zusammenarbeit mit den entscheidenden Akteuren im wissenschaftlichen, kooperativen und unternehmerischen Bereich, durch das Drehen des Schwungrads in Hinblick auf Forschungsthemen sowie die Anziehungskraft Wiens für erstklassige Leute.“
DI Dr.Dr.hc Knut Consemüller, Rat für Forschung- und Technologieentwicklung
Proponent der Wiener FTI-Strategie
     
„Von der Nutzung der öffentlichen Nachfrage zum Zweck der Innovationsförderung kann eine enorme Hebelwirkung für die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Wiener Unternehmen ausgehen. Am wichtigsten ist die Schaffung eines Bewusstseins dafür, dass die damit verbundenen Chancen für den Standort nur durch ein Mehr an Risikobereitschaft wahrgenommen werden können.“
DI Dr.tech.hc Johannes Bardach, Vorstandsvorsitzender Frequentis AG
Proponent der Wiener FTI-Strategie
     

„Die Europa Region Mitte CENTROPE bietet einzigartige Möglichkeiten einer vertieften Zusammenarbeit, wie man sie nur hier findet: Nirgendwo sonst liegen zwei Hauptstädte und damit auch ihre Forschungseinrichtungen so nahe beieinander, und nirgendwo sonst ergänzen sich benachbarte Standorte so ideal in ihrer Vielfalt. Wenn diese beiden dynamischen Regionen auch mental zu einander finden, kann aus dieser Nachbarschaft noch sehr viel entstehen.“
DI Albert Hochleitner, Präsident Industriellenvereinigung Wien
Proponent der Wiener FTI-Strategie

     
„Es ist wichtig zu wissen, welche die wirklichen, zukunftsträchtigen Kompetenzfelder des Forschungsstandorts Wien sind. Die FTI-Politik der Stadt wird erfolgreich sein, wenn sie dort ansetzt, wo schon heute Stärken bestehen, die Zukunftsrelevanz haben, statt nur dorthin hinzudrängen, wo angeblich der kommende Markt liegt.“
Mag. Georg Kapsch, Vorstandsvorsitzender Kapsch Gruppe
Proponent der Wiener FTI-Strategie
     
„Wir brauchen mehr Bewusstsein für den enormen Aufwand an Zeit, Geld und den richtigen Leuten, der nötig ist, damit aus einer guten Idee ein nützliches Produkt wird. ‚Innovationsorientierte Gesellschaft' heißt auch, dass sich Politik und Gesellschaft darüber im Klaren sind, dass es ohne risikofreudiges Kapital und Börsengänge, aber auch ohne die problemlose Beschäftigung von ausländischen ForscherInnen, keine High-Tech-Produkte geben kann.“
Univ.-Prof. Dr. Alexander von Gabain, Vorstand Intercell AG
Proponent der Wiener FTI-Strategie
     

„Wirklich gute Programme für den wissenschaftlichen Nachwuchs sind international, und es ist positiv, dass sich immer mehr Wiener AbsolventInnen im Ausland bewerben. Im Gegenzug heißt das aber auch, dass Wien noch attraktiver für ausländische Studierende werden muss - ein weiteres Beispiel dafür, wie der Europäische Forschungsraum konkret Gestalt annimmt.“
Univ.-Prof. Dr. Peter Schuster, Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Proponent der Wiener FTI-Strategie